An der ZHdK haben die Studierenden zunehmend die Möglichkeit, inhaltliche Schwerpunkte und Studienverläufe selbst zu wählen. Daher und aus weiteren Gründen arbeiten Dozierende mit immer heterogeneren Gruppen. Wenn die Ausgangsniveaus, die Lernstile und die Vorstellungen der Studierenden sehr divers sind und dennoch gemeinsame Ziele verfolgt werden sollen, ist ein Überdenken des Vorgehens im Unterricht gefragt. Welche Ansätze gibt es in künstlerischen Disziplinen und in der Didaktik, um die mit der wachsenden Heterogenität verbundenen Probleme nicht nur zu lösen, sondern sie als Chance für Lernerfolge zu begreifen? Der Methodenworkshop untersucht das Themenfeld mit Beispielen und Fragestellungen aus verschiedenen Departementen der ZHdK.
Kompetenzbereich: Learning & Teaching / HDQ
Webinar-Reihe: Sinnvoll lernen und lehren mit KI
Die Workshop-Reihe bietet praxisnahe Einblicke in den sinnvollen Einsatz von KI in der Hochschullehre. Gemeinsam werden Tools und Methoden erprobt, kritisch reflektiert und didaktisch diskutiert. Rest der Kurzbeschreibung kann gelöscht werden aus bestehender Ausschreibung auf Webseite.
Vom Zusammenspiel zum Braver Space? Lernatmosphäre, klar und flexibel
Damit Lehren wie auch Lernen langfristig Freude bereitet, ist das Zusammenspiel aller Akteur:innen wichtig. In dieser Weiterbildung beschäftigen wir uns damit, was eine gute Lernatmosphäre auszeichnet und wie wir diese zugewandt, klar und flexibel ausgestalten können. Wie schaffen wir es, auf Augenhöhe und neugierig zu unterrichten und Lernprozesse so zu gestalten, dass sie für alle zugänglich sind?
In Übungen und im Gespräch reflektieren wir unsere Haltung sowie unsere Praxis des Lehrens und erweitern unseren Handlungsspielraum. Gemeinsam besprechen wir Situationen, die verunsichern können, und suchen Antworten.
Lehr-Lernbeziehungen
Jüngst erscheinen wieder Schriften zum Wirkfaktor Bezüglichkeit beim Lernen:Lehren. Im Workshop legen wir aus: Welche Arten von Relationalität sind in den Unterrichten der ZHdK aktuell relevant, wie werden sie hergestellt und was können sie bewirken?
Der Workshop beleuchtet die Haltungen und Praxen erfahrener und ausgezeichneter Lehrender der ZHdK zur pädagogischen – und mithin auch politischen – Seite des Lernens und Lehrens in Künsten, Vermittlung und Design. Die für den Lehrpreis Nominierten und die Lehrpreisgewinner:innen geben Auskunft über ihre aktuelle Sicht auf die Dinge und stehen zur Diskussion bereit.
Kollegialer Austausch als Resonanzraum in der Lehre
Hast du Interesse, dich mit anderen Dozierenden/Künstler:innen zu vernetzen, in andere Departemente reinzuschauen, dich innerhalb deines Studiengangs fachlich auszutauschen oder mit Kolleg:innen Themen (wie z.B. AI in der Lehre) weiterzudenken?
Dieser Workshop versteht sich als Vertiefung und Konkretisierung des bestehenden Angebots «Community: Kollegialer Austausch als Resonanzraum in der Lehre» und richtet sich an interessierte Lehrende und Leitungspersonen, die sich bereits für die Community interessieren oder neu dazukommen möchten.
Gemeinsam erkunden wir, wie kollegialer Austausch an der ZHdK ausgehend von eigenen Interessen, Fragen und Lehrkontexten gestaltet werden kann. Kurze Inputs zu lösungsorientierter Kommunikation, «Collective Efficacy» und systemischen Perspektiven werden mit exemplarischen Austauschformaten verbunden. Im Hauptteil entwickeln die Teilnehmenden erste eigene Ideen für mögliche Formate.
Ein gemeinsames Mittagessen rundet den Workshop, als informeller Raum für Begegnung und Vernetzung, ab
Einstieg in die Hochschuldidaktik. Kernkonzepte, Beispiele, Anwendung und Reflexion
Alle die, die die ersten eigenen Lehrveranstaltungen planen, stehen oft vor einer Fülle von Möglichkeiten und verfügen noch über wenig Orientierungspunkte, die helfen, eine Lehrveranstaltung zu konzipieren.
Die Workshopreihe stellt Kernkonzepte vor, die einen Einstieg in die Lehrveranstaltungskonzeption erleichtern. Sie richtet sich primär an Hochschulangehörige mit wenig oder ohne eine eigene Unterrichtserfahrung und bietet Gelegenheit, wesentliche hochschuldidaktische Themen an Beispielen kennenzulernen und ihre Anwendung im eigenen Themenbereich zu diskutieren und zu reflektieren.
Diversität und Zugehörigkeitsförderung in der Lehre
Dieses Angebot befasst sich mit grundlegenden Aspekten einer diversitätssensiblen Lehr- und Lernkultur. Im Fokus steht die Reflexion der eigenen Rolle als angehende Lehrperson bei der Förderung von Zugehörigkeit.
Die Teilnehmenden entwickeln Ansätze zur Gestaltung inklusiverer Lernräume im Hochschulkontext und erhalten praxisnahe Ratschläge sowie Orientierungshilfen für ihre Lehrtätigkeit.
Anhand konkreter Beispiele werden unter anderem folgende Fragen gemeinsam bearbeitet:
- In welchen Aufgabenbereichen spielt die Förderung von Zugehörigkeit eine Rolle?
- Wie kann mit Spannungsfeldern im Lehrkontext konstruktiv umgegangen werden?
- Welche Rolle nehme ich als Lehrperson dabei ein?
Kolloquium Hochschuldidaktische Qualifikation: Kollaboratives Format für das Hochschuldidaktische Qualifikationspaket
Das Kolloquium bietet den Teilnehmenden des Hochschuldidaktischen Qualifikationspakets die Möglichkeit, ihre Fragestellungen und Arbeitsstände in ihren didaktischen Projekten Kolleg:innen vorzustellen und mit ihnen zu diskutieren.
An jedem Kolloquiumstermin gibt es sowohl die Möglichkeit zum Austausch als auch einen inhaltlichen Input in Bezug auf die eigenen didaktischen Projekte.
Interessierte, die aktuell noch nicht an ihrer hochschuldidaktischen Qualifikation arbeiten, erhalten Einblicke in didaktische Fragestellungen, die sich Lehrende aus verschiedenen Disziplinen aktuell an der ZHdK stellen.
Konstruktivistische Didaktik – Lehren und Lernen im Zeitalter von KI kritisch diskutiert
Der radikale Konstruktivismus hat um die Jahrtausendwende Lehrende mit seiner Kritik an der Didaktik irritiert und herausgefordert. Er bestreitet den Zugang zu einer beobachterunabhängigen Realität – Wissen wird vom denkenden Subjekt aktiv aufgebaut. Was bedeutet dies für die Gestaltung hochschulischer Lehr-Lernprozesse – insbesondere im aktuellen Kontext, der zunehmend durch generative KI geprägt ist? Ausgehend von Thesen zum Lehren und Lernen aus konstruktivistischer Sicht diskutieren wir konkrete Unterrichtskonzeptionen und befragen sie auf ihre zugrunde liegenden Werte:
- Wie begegnen wir Fragen von Macht und Verantwortung im Lernprozess?
- Ist Lernen eine zielorientierte Aktivität und wer setzt die Ziele?
- Wo bleibt das Wissen im hochschulischen Lernprozess?
- Wie ist mit unterschiedlichen Erwartungen der Studierenden umzugehen und wie begleiten wir sie?
- Was sind produktive Zugänge zur Beurteilung und Zertifizierung?
Agile Didaktik
Agilität stammt aus der Industrie, wird in der ZHdK auf vielen Ebenen vorausgesetzt und wird als Methode der «Strukturierung von Offenheit» für immer mehr Felder interessant, so auch für die Bildung.
Wie verträgt sich Prozessoffenheit mit vorgegebenen Lernzielen und Lerninhalten? Welche Anforderungen stellt das an Lehrende, welche an Lernende? Welche besonderen Potenziale könnte agile Didaktik für das Feld der Künste haben? Wo liegen die Parallelen zum Kunstprozess? Ergeben sich Vorteile für den Umgang mit individualisierten Studienverläufen, heterogenen Studierendengruppen, Motivationsfragen, Überforderungssituationen, Produktivphasen?
Der Methodenworkshop erschliesst das Themenfeld ausgehend von Lehrsituationen und Fragestellungen der Kursteilnehmenden.