Diversität und Zugehörigkeitsförderung in der Lehre

Dieses Angebot befasst sich mit grundlegenden Aspekten einer diversitätssensiblen Lehr- und Lernkultur. Im Fokus steht die Reflexion der eigenen Rolle als angehende Lehrperson bei der Förderung von Zugehörigkeit.

Die Teilnehmenden entwickeln Ansätze zur Gestaltung inklusiverer Lernräume im Hochschulkontext und erhalten praxisnahe Ratschläge sowie Orientierungshilfen für ihre Lehrtätigkeit.

Anhand konkreter Beispiele werden unter anderem folgende Fragen gemeinsam bearbeitet:

  • In welchen Aufgabenbereichen spielt die Förderung von Zugehörigkeit eine Rolle?
  • Wie kann mit Spannungsfeldern im Lehrkontext konstruktiv umgegangen werden?
  • Welche Rolle nehme ich als Lehrperson dabei ein?

Kolloquium Hochschuldidaktische Qualifikation: Kollaboratives Format für das Hochschuldidaktische Qualifikationspaket

Das Kolloquium bietet den Teilnehmenden des Hochschuldidaktischen Qualifikationspakets die Möglichkeit, ihre Fragestellungen und Arbeitsstände in ihren didaktischen Projekten Kolleg:innen vorzustellen und mit ihnen zu diskutieren.

An jedem Kolloquiumstermin gibt es sowohl die Möglichkeit zum Austausch als auch einen inhaltlichen Input in Bezug auf die eigenen didaktischen Projekte.

Interessierte, die aktuell noch nicht an ihrer hochschuldidaktischen Qualifikation arbeiten, erhalten Einblicke in didaktische Fragestellungen, die sich Lehrende aus verschiedenen Disziplinen aktuell an der ZHdK stellen.

Festival: Digital Skills Days 2026

Die Digital Skills Days sind ein neues, dreitägiges Festival rund um Digital Skills und Digitalität, das im September 2026 erstmals stattfinden wird. Das Format richtet sich an alle Mitarbeitenden der Zürcher Hochschule der Künste, von der Administration bis zu den Lehrenden und bietet die Gelegenheit, digitale Kompetenzen in unterschiedlichen Formaten zu vertiefen, gemeinsam zu reflektieren und neue Perspektiven auf digitale Arbeits- und Lehrkulturen zu entwickeln.

Während des Festivals finden vielfältige Weiterbildungshäppchen statt: von pragmatischen Tool-Schulungen über explorative und spielerische Diskussionsformate bis hin zu Panels, und Speeches rund um digitale Lern- und Arbeitskultur und aktuelle Fragestellungen im digitalen Kontext.

Konstruktivistische Didaktik – Lehren und Lernen im Zeitalter von KI kritisch diskutiert

Der radikale Konstruktivismus hat um die Jahrtausendwende Lehrende mit seiner Kritik an der Didaktik irritiert und herausgefordert. Er bestreitet den Zugang zu einer beobachterunabhängigen Realität – Wissen wird vom denkenden Subjekt aktiv aufgebaut. Was bedeutet dies für die Gestaltung hochschulischer Lehr-Lernprozesse – insbesondere im aktuellen Kontext, der zunehmend durch generative KI geprägt ist? Ausgehend von Thesen zum Lehren und Lernen aus konstruktivistischer Sicht diskutieren wir konkrete Unterrichtskonzeptionen und befragen sie auf ihre zugrunde liegenden Werte:

  • Wie begegnen wir Fragen von Macht und Verantwortung im Lernprozess?
  • Ist Lernen eine zielorientierte Aktivität und wer setzt die Ziele? 
  • Wo bleibt das Wissen im hochschulischen Lernprozess?
  • Wie ist mit unterschiedlichen Erwartungen der Studierenden umzugehen und wie begleiten wir sie?
  • Was sind produktive Zugänge zur Beurteilung und Zertifizierung?

Agile Didaktik

Agilität stammt aus der Industrie, wird in der ZHdK auf vielen Ebenen vorausgesetzt und wird als Methode der «Strukturierung von Offenheit» für immer mehr Felder interessant, so auch für die Bildung.
Wie verträgt sich Prozessoffenheit mit vorgegebenen Lernzielen und Lerninhalten? Welche Anforderungen stellt das an Lehrende, welche an Lernende? Welche besonderen Potenziale könnte agile Didaktik für das Feld der Künste haben? Wo liegen die Parallelen zum Kunstprozess? Ergeben sich Vorteile für den Umgang mit individualisierten Studienverläufen, heterogenen Studierendengruppen, Motivationsfragen, Überforderungssituationen, Produktivphasen?
Der Methodenworkshop erschliesst das Themenfeld ausgehend von Lehrsituationen und Fragestellungen der Kursteilnehmenden.

Fokussiert und wertschätzend zusammenarbeiten in Unterricht, Teams und Gremien

Gelingende Kooperation ist die Verknüpfung aus Haltung und Methode.

Kooperation gelingt nicht von selbst, schon gar nicht mit Personen aus anderen Kontexten. Kooperation entsteht, wo Menschen sich mit ihrer Haltung, ihrer Aufmerksamkeit und passenden Methoden aufeinander beziehen.

Bei wachsenden Ansprüchen an den Umgang mit Diversität und Differenz in unseren Zusammenarbeitsformen schafft dieser Kurs methodische Grundlagen zur Gestaltung von Kooperation und Verständigung.

Ausgehend von den Grundgedanken der Themenzentrierten Interaktion (TZI) erkunden wir, was gelingende Kooperation fördert: geklärte eigene Interessen, eine klare innere Haltung, ein achtsamer Blick auf das Miteinander, realistische und realisierbare Ziele und Methoden, die Beteiligung, Verantwortung und gemeinsame Orientierung stärken. Wo alles zusammenkommt, kann Kooperation tragfähig werden — und sogar Lust machen.

Die Methode ist für die Gestaltung der Zusammenarbeit im Unterricht ebenso gut einsetzbar wie für die Zusammenarbeit in Teams, übergreifenden Gremien oder Arbeitsgruppen.

Der Kurs verbindet persönliche Reflexion, erfahrungsorientiertes Lernen und die Arbeit an konkreten Situationen. Gemeinsam betrachten wir Dynamiken in Gruppen und Teams, Rollen, Erwartungen, Spannungen und Ressourcen. Dabei werden Möglichkeiten erprobt, wie Kooperation bewusster initiiert, begleitet und gestaltet werden kann.

Community: Kollegialer Austausch als Resonanzraum in der Lehre

Hast du Lust, dich mit Kolleg:innen aus nahen und fernen Bereichen im Haus zu vernetzen und dich auszutauschen? Dann schreibe dich ein bei unserer wachsenden Community! (Siehe Paul-Link unter «Anmeldung».)

Kollegialer Austausch besteht im Kern darin, dass sich Lehrende und Leitungspersonen der Lehre der ZHdK individuell und praxisnah mit Kolleg:innen über Erfahrungen ihrer Tätigkeit austauschen und so einen Resonanzraum für die Lehre pflegen.

Die Arbeit des Bildungsforschers John Hattie zeigt, dass kollegiale Zusammenarbeit zu den wirksamsten Faktoren für erfolgreiches Lernen gehört – und so eine Kultur des gemeinsamen Wachstums entstehen kann.

Das Angebot Kollegialer Austausch unterstützt bei der Vernetzung und der Wahl eines Austausch-Formats, so dass Lehrende und Leitungspersonen Inspiration finden und eine Weiterentwicklung ihrer eigenen Praxis gestalten können. Interessierte werden dabei unterstützt, eine oder mehrere Sequenzen kollegialen Austauschs zu initiieren – und für stattfindende Formate eingeladen.

Faculty Visit: ‹Sense Foraging› through Movement Practice. Unterrichtsbesuch im BA Theater

The module RADICAL_CONNECTOR is concerned with the interconnections and communication processes within the body, and of the body with its environment. We address this through generative movement practice with a focus on searching for and becoming aware of the sensorial. This «sense foraging» aims at enhancing perception processes that arguably enable the development of skills considered essential to creative movement practice and improvisation. One of the aims of this approach is to foster a finer sense of relationality and improve the performers’ responsiveness in improvisational tasks.

Deutschsprachige Beschreibung des Faculty Visit: ‹Sinnsuchen› durch Bewegungspraxis. Besuch im Training RADICAL_CONNECTOR im BA Theater: Das Modul RADICAL_CONNECTOR befasst sich mit den Vernetzungen und Kommunikationsprozessen innerhalb des Körpers und zwischen Körpern und Umwelt. Wir befassen uns mit dieser Thematik durch eine generative Bewegungspraxis mit Schwerpunkt auf der Suche nach (und der Bewusstmachung von) Sinneseindrücken. Dieses «sense foraging» zielt auf die Verbesserung von Wahrnehmungsprozessen, die die Entwicklung von Fähigkeiten ermöglichen, die als wesentlich für kreative Praxis und Improvisation gelten. Ein weiteres Ziel dieses Ansatzes ist es, einen feineren Sinn für Relationalität zu entwickeln und die Responsivität der Performenden bei Improvisationsaufgaben zu verbessern.

HDQ Intensivtage

Die Teilnehmenden des Hochschuldidaktischen Pakets haben an den Intensivtagen die Möglichkeit und Zeit, sich zu ihrem didaktischen Projekt auszutauschen und daran weiterzuarbeiten.